Mit diesen Tipps können Sie deutlich Heizkosten sparen

Mit diesen Tipps können Sie deutlich Heizkosten sparen

Montag, 20. Februar 2017
Energie sparen

Ob durch bessere Dämmung oder die Installation einer Wärmerückgewinnungsanlage: In kleinen Betrieben lohnt es sich, Maßnahmen zu prüfen, um die bestehenden Heizkosten zu senken.

Investitionen rentieren sich

Vor vier Jahren beispielsweise investierte der Berliner Tischlereibetrieb Casper, Kürschner, Pech (damaliger Umsatz: ca. 200.000 Euro im Jahr, acht Mitarbeiter) 3.200 Euro in neue Vorsatzfenster und sparte dadurch 1.000 Euro im Jahr. Der Seulinger Fleischereibetrieb Freckmann mit vier Mitarbeitern wiederum spart über eine Installation zur Gewinnung von Wärme aus der vorhandenen Kälteanlage jährlich rund 3.500 Euro. Die Abwärme wird zum Beheizen der Reifeanlage für die Wurstprodukte genutzt. Zuvor setzte das Unternehmen eine elektrische Heizung ein. Bezuschusst wurde die neue Anlage über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Umstieg von Einfach- auf Doppelverglasung

Und auch Dienstleistungsunternehmen wie mainblick konzept und gestaltung aus Hanau können Heizkosten in ihren Büros sparen: 2013 setzten sich die Inhaber der Agentur mit dem Vermieter zusammen und überzeugten diesen unter anderem, von Einfach- auf Doppelverglasung umzusteigen und die Öl- durch eine Gasheizung zu ersetzen. Innerhalb des Teams mit damals fünf Mitarbeitern wurde zudem festgelegt, nicht gleichzeitig zu heizen und zu lüften und in der Übergangszeit auch mal wärmere Kleidung anzuziehen. Darüber hinaus stellte die Agentur ihren Mitarbeitern Wärmeschuhe zur Verfügung.

Kleine Schritte können viel bewirken

Ob Sie in Wärmedämmung investieren, die Heizungsanlagen optimieren, Abwärme nutzen oder die Mitarbeiter aktiv mit einbeziehen – Sie können auf vielseitige Weise Heizkosten sparen. Welche Maßnahmen am besten für Ihren Betrieb geeignet sind, ist abhängig von den individuellen Gegebenheiten. Aber wenn Sie einige einfache Tipps beherzigen, können Sie damit schon einen beträchtlichen Teil der Energiekosten einsparen. Wir haben die fünf wirkungsvollsten und einfachsten Tipps für Sie zusammengestellt:

  • Entlüften Sie Ihre Heizkörper regelmäßig.
  • Stellen Sie Ihre Heizkörper aus, wenn Sie die Fenster öffnen, um durchzulüften. Im Winter sollten Sie nur kurz stoßlüften.
  • Überheizen Sie Ihre Räume nicht. Die richtige Raumtemperatur ist über die „Technischen Regel für Arbeitsstätten“ festgelegt. In Büros liegt sie beispielsweise bei 20 Grad. Bei mittelschweren stehenden oder gehenden Tätigkeiten (beispielsweise Montagearbeiten) liegt sie bei 17 Grad. Bedenken Sie, dass ein Grad weniger Raumtemperatur bereits sechs Grad weniger Energieverbrauch bedeutet!
  • Heizen Sie nicht alle Räume gleich stark, sondern machen Sie das abhängig von der jeweiligen Nutzung.
  • Stellen oder hängen Sie Heizkörper nicht zu, beispielsweise durch Schränke oder Vorhänge.

Grundsätzlich sollten Sie sich die Frage stellen, ob Ihre Heizungsanlage noch effizient arbeitet. Wenn Sie Mieter sind: Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter. Unter Umständen ist dieser im Rahmen der Energieeinsparverordnung verpflichtet, die Heizung zu modernisieren.

Sanierungsmaßnahmen für mehr Effizienz

Bereits mit geringen Investitionen können Sie Ihre bestehende Anlage effizienter nutzen. Lassen Sie beispielsweise – sofern noch nicht vorhanden – Thermostatventile installieren. Sie regeln die Temperatur der Heizkörper individuell für jeden Raum und senken den Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent. Sind Thermostate vorhanden, sollten Sie diese überprüfen und falls notwendig austauschen lassen. Besonders effizient sind intelligente, zeitgesteuerte Thermostate. Sie verfügen über einen Modus, der die Heizung automatisch herunterregelt, wenn Sie lüften.

20 Prozent einsparen mit guter Dämmung

Ebenfalls auf den Prüfstand gehören die Heizkörper und die Heizungspumpe. Checken Sie, ob Ihre Rohrleitungen, Armaturen und Speicher richtig gedämmt sind. Dadurch können Sie über 20 Prozent des Energieverbrauchs einsparen. Achtung! Oft sind zwar die Leitungen gedämmt, Bauteile wie Armaturen und Ventile jedoch nicht. Auch hier geht jede Menge Energie verloren.

Heiztechnik auf die Anforderungen abstimmen

Wenn das komplette Heizungssystem saniert werden muss, gilt es zu prüfen, welcher Energieträger und welches Heizungssystem zu den jeweiligen Anforderungen passen. Die Ölbrennwert-Technik gehört beispielsweise zu den effizientesten Heiztechniken. Denn im Gegensatz zu konventionellen Anlagen, bei denen heiße Abgase durch den Schornstein entweichen, wird hier dem Abgas auch die im Wasserdampf gebundene Kondensationswärme entzogen. Diese kann das Heizsystem zusätzlich unterstützen, sodass Heizöl nahezu verlustfrei in Nutzwärme umgewandelt wird. Der Wirkungsgrad liegt bei bis zu 106 Prozent. Weitere Informationen zum Thema Heizungssanierung finden Sie hier.

Beratung durch Experten empfohlen

In jedem Fall empfiehlt es sich, einen Energieeffizienz-Experten zu Rate zu ziehen. In den drei eingangs aufgeführten Beispielen haben sich die Unternehmen vom RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V. beraten lassen. Der Verein bietet so genannte Impulsgespräche an und informiert auf seiner Internetseite und in Beratungsgesprächen über Fördermöglichkeiten durch verschiedene Träger. Eine gute Übersicht bietet zudem das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen seiner Initiative „Deutschland macht’s effizient“.

Auch wir von E.VITA beraten als serviceorientierter Energieversorger unsere Kunden beim Thema Heizkosten. Zum einen finden Sie weitere Tipps auf unserer Beratungsseite. Gerne helfen wir darüber hinaus in einem persönlichen Gespräch. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

Wechsel des Stromtarifs prüfen

Wenn Sie mit Strom heizen, können Sie über den Wechsel Ihres Heizstrom-Anbieters deutlich sparen. Wir bieten bundesweit passende Tarife für Gebäude mit gemeinsamer Messung an, das heißt mit einem gemeinsamen Zähler für Heizstrom und den sonstigen Strom. Auch für getrennte Messung haben wir die richtigen Tarife – also für Immobilien, in denen ein Zähler den Heizstromverbrauch misst und ein weiterer Zähler den sonstigen Verbrauch. Weitere Informationen finden Sie hier.


Dieser Artikel ist Teil der Serie "Energiespartipps für Kleinunternehmer".

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