Nachtstrom ist günstiger – Das lohnt sich für Betriebe

Nachtstrom ist günstiger – Das lohnt sich für Betriebe

Dienstag, 23. Januar 2018
Neuigkeiten vom Energiemarkt

Die Maschinen im Betrieb laufen, der Stromzähler rattert, der Verbrauch wird einmal im Jahr übermittelt. So einfach funktioniert die Stromversorgung. Wer aber tiefer in das Thema eintaucht, kann Geld sparen. Denn: Unternehmer und Gewerbetreibende können mit ihrem Stromversorger Sonderkonditionen aushandeln, die sich danach richten, wann wie viel Energie verbraucht wird. So gibt es zum Beispiel Nachtstrom Tarife, die deutlich günstiger sein können. Voraussetzung: eine genaue(re) Erfassung des Stromverbrauchs. Das geschieht über einen neuen oder einen zusätzlichen Tarifzähler. E.VITA zeigt, worauf Stromkunden beim Thema achten müssen.

Warum ist Nachtstrom günstiger?

Das hängt mit dem marktwirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage zusammen. Tagsüber laufen die Maschinen in Industrie und Betrieben auf Hochtouren, die Menschen schmeißen ihre Wasch- und Spülmaschinen zuhause an, Rechner und Bildschirme in den Büros sind im Dauerbetrieb. Nachts sind die Computer aus, die meisten Firmen produzieren nicht und die Haushaltsgeräte sind ausgeschaltet. Aufgrund der geringeren Nachfrage senken Stromanbieter ihre Tarife deswegen in den Nachtstunden. Das System, das sich bis heute gehalten hat, wurde in den 1960er-Jahren eingeführt, um vor allem jenen Kunden entgegen zu kommen, die ihre Wohnungen und Häuser mit Nachtspeicheröfen heizten, die heute kaum mehr verbreitet sind. Ein weiterer Grund ist, dass es immer noch nicht ausreichend Möglichkeiten gibt, Strom und Energie zu speichern. Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke und Kraftwerke laufen schließlich auch nachts, in dieser sogenannten Schwachlastphase. Um den Strom sinnvoll zu nutzen und das Netz gleichmäßig auszulasten, wird er günstiger angeboten.

Wann lohnen sich Nachtstromtarife?

Vor allem für stromintensive Betriebe und Unternehmen, die auch zwischen 22 Uhr und 6 Uhr produzieren, kann sich ein Nachtstromtarif lohnen. In dieser Zeitspanne bieten die Stromversorger in der Regel ihre Niedertarife an, die in der Branche mit NT abgekürzt werden. Tagsüber gilt in der Regel der Hochtarif (HT). Früher war die Differenz zwischen Tag- und Nachstrom zum Teil sehr hoch. Heute haben sich die Preise angenähert. Dennoch können die Unterschiede immer noch beträchtlich sein – laut Bundesnetzagentur kann die Differenz bis zu neun 9 Cent pro Kilowattstunde betragen. Ratgeber-Portale im Internet berichten von bis zu 50 Prozent Preisnachlass.

Welche Voraussetzungen gibt es für den Bezug von Nachtstrom?

Zunächst müssen sich Betriebe aktiv bei ihrem Stromversorger um einen entsprechenden Tarif bemühen oder zu einem anderen Anbieter wechseln, der die Option zur Unterscheidung zwischen Tag- und Nachtstrom bietet. Für die „Umstellung“ ist aber auch eine gewisse Hardware nötig, da Betriebe und Unternehmen in der Regel nur über einen einzelnen, sogenannten Eintarifzähler verfügen. Er besitzt ein Zählwerk, springt an, sobald Strom fließt und unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Zeiten und Tarifklassen, sodass stets nur ein Preis pro Kilowattstunde berechnet werden kann. Voraussetzung für den Bezug von Nachtstrom ist in den allermeisten Fällen eine getrennte Abrechnung, und die erfolgt in der Regel über zwei unterschiedliche Stromzähler. Der eine läuft von 22 Uhr bis 6 Uhr, der andere in den Tagstunden. Es existieren aber auch Stromzähler mit Zweitarif-Funktion: Dabei befinden sich in einem Geräte zwei Zähler, die Tag- und Nachtstrom getrennt voneinander erfassen. Egal, für welche Variante sich ein Betrieb entscheidet, kann die Installation und Anmietung eines neuen oder zusätzlichen Stromzählers mit Kosten verbunden sein. Das hängt vom jeweiligen Stromversorger ab.

Gibt es eine Alternative zum Nachtstrom?

Stromversorger gewähren Großkunden – als Richtwert dafür gilt zumeist ein Verbrauch ab 100000 Kilowattstunden pro Jahr – fast immer Sondertarife, die mit einer registrierenden Leistungsmessung (RLM) verknüpft sind. Ein sogenannter Lastgangzähler ermittelt dann alle 15 Minuten den Stromverbrauch des Unternehmens. So lässt sich feststellen, ob der Betrieb außerhalb von Spitzenverbrauchs-Zeiten besonders viel Strom benötigt, was sich positiv auf den Tarif niederschlägt. Stichwort: Angebot und Nachfrage. Es gibt aber auch Stromversorger (wie E.VITA), die kleineren Unternehmen, Gewerbebetrieben oder Handwerkern einen RLM-Zähler kostenlos zur Verfügung stellen und anbieten, auf Basis dieser Daten einen Tarif zu auszuhandeln.

E.VITA rät

E.VITA bietet seinen Gewerbekunden unterschiedliche Stromtarife, damit jeder die Chance hat, den passenden für sein Unternehmen findet. Dazu zählen natürlich auch Nachtstrom- und HT/NT-Tarife. Werfen Sie doch zusätzlich einen Blick auf den Beitrag über das Thema Gewerbestrom(-tarife) im Allgemeinen. Hier im Service-Bereich geht es E.VITA auch darum, Kunden über Hintergründe und das Geschehen am Strommarkt zu informieren.

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