Mit Solarthermie Energiewende vorantreiben und Geldbeutel schonen

Mit Solarthermie Energiewende vorantreiben und Geldbeutel schonen

Donnerstag, 26. Oktober 2017
Strom erzeugen

Solarthermieanlagen sind eine feine Sache. Wer sie am Dach anbringt, darf sich auf Unterstützung der Sonne freuen, die das Wasser erwärmt, das aus dem Hahn kommt oder in den Heizkreislauf strömt. Auf diese Weise bringt man die Energiewende voran und schont Umwelt und Geldbeutel, zumal es staatliche Zuschüsse für Unternehmen und Gewerbetreibende gibt, die auf das Thema Solarthermie setzen. E.VITA erklärt, wie man an die Finanzspritzen rankommt.

Solarthermie – Wer kann Zuschüsse beantragen?

Neben Privatpersonen und Vereinen können auch kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler Zugang zu den Fördertöpfen erhalten. Wichtigste Voraussetzung: Die Solarthermieanlage wird auf einem bestehenden Gebäude errichtet oder erweitert. Das Gebäude muss seit mindestens zwei Jahren über ein Heizungssystem verfügen.

Für welche Anlagen gibt es Fördergelder?

Bei Solaranlagen unterscheidet man in der Regel zwischen zwei grundlegenden Systemen: Zum einen geht es um die Erwärmung des Brauchwassers im Betrieb, das zum Beispiel in den Toiletten aus dem Hahn kommt. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, das erwärmte Wasser in den Heizkreislauf einzuspeisen, um Büros, Verkaufsräume oder Produktionsstätten auf angenehme Temperaturen zu bringen. Die beiden Varianten lassen sich auch kombinieren. Die gute Nachricht: Für all diese Systeme gibt es Fördermittel, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Geld gibt es auch für jene, die die Wärme in ein Wärmenetz einspeisen.

Wie viel Geld gibt es?

Zunächst einmal hängt der Zuschuss von der Art der Anlage ab. Wenn es sich um ein reines System zur Warmwasserbereitung handelt, erhält der Bauherr 50 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Die Anlage muss mindestens drei Quadratmeter groß sein. Selbst für kleine Anlagen gibt es einen Mindestzuschuss von 500 Euro. Wer mit den Solarkollektoren ausschließlich oder auch zusätzlich die Raumheizung betreibt beziehungsweise unterstützt, darf sich auf eine Finanzspritze von 140 Euro je Quadratmeter freuen. Auch hier wurde ein Minimalzuschuss eingeführt, der bei 2000 Euro liegt. Dasselbe gilt für Wärmenetz-Anlagen. Wer eine bereits vorhandene Anlage erweitert, erhält pauschal 50 Euro pro Quadratmeter. Die Kollektorfläche muss dabei zwischen 4 und 40 Quadratmeter groß sein.

Es ist sogar noch mehr drin …

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Unternehmer oder Gewerbetreibender zusätzlich zu den oben genannten Summen (Basisförderung) weitere Fördergelder erhalten.

Kombinationsbonus: 500 Euro gibt es beispielsweise obendrauf, wenn eine förderfähige Biomasseanlage errichtet oder eine Wärmepumpe installiert wird. Das gilt auch für den Austausch eines alten Heizkessels gegen einen modernen Brennwertkessel.
Optimierungsbonus: Der Betrag der Basisförderung erhöht sich um bis zu 50 Prozent, wenn der Betreiber bestimmte Optimierungsmaßnahmen an der Heizungsanlage vornimmt. Darunter fallen zum Beispiel der Austausch alter Heizkörper oder der Einbau neuer Pumpen. Hier gibt es eine Übersicht über die möglichen Maßnahmen.

Und noch eine Möglichkeit, an Fördergelder zu kommen

Das „Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)“ der Bundesregierung richtet sich im Wesentlichen an jene, die eine umfangreiche Modernisierung ihrer Heizungsanlage ins Auge fassen. Wer dabei eine Solarthermieanlage mit Heizungsunterstützung einbindet, erhält einen zusätzlichen Bonus von 20 Prozent des Förderbetrags für den Heizungsaustausch. Der Betreffende kann zusätzlich einen einmaligen Investitionszuschuss in Höhe von 600 Euro für „notwendige Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz“ beantragen. Weitere Infos dazu finden Sie hier. APEE ist nicht kombinierbar mit dem oben erwähnten Optimierungsbonus.

Antrag stellen

Wichtig: Sie müssen den Antrag für eine Basisförderung in jedem Fall vorab stellen. Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Sobald die Solarthermieanlage in Betrieb geht, muss ein entsprechender Verwendungsnachweis eingereicht werden. Erst danach werden die Zuschüsse ausbezahlt.

E.VITA RÄT

E.VITA ist bestrebt, seine Kunden umfangreich über das Geschehen im Energiesektor aufzuklären. Dazu gehört auch die Serie rund um das Thema Fördergelder, die mit den Beiträgen über Zuschüsse für Wärmepumpen und Kälteanlagen gestartet ist.

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