Haus der Zukunft wärmt Badewasser selbst

Freitag, 02. März 2012
Neuigkeiten vom Energiemarkt

Auf das Niedrigenergiehaus folgte das Passivhaus. Jetzt gehen Bauingenieure, Physiker, Architekten, Energietechniker, Stadtplaner und umweltbewusste Nutzer noch einen Schritt weiter, indem sie das Aktivhaus entwickeln und bauen. Dieses wird nicht nur in der Gegend herumstehen, wie Häuser es üblicherweise tun. Es soll Energie in Form von warmem Wasser und Strom erzeugen. Utopie? Mitnichten.

Münchner und Stuttgarter Wissenschaftler haben Konzepte entwickelt, die bis zum Jahr 2020 Realität sein sollen. Dabei werden die bisherigen Konzepte für ein energieeffizientes und nachhaltiges Bauen straffer, konsequenter und noch effizienter weitergeführt. Die Hauptunterschiede zwischen Aktiv- und Passivhaus liegen bei den Materialien: Ein Aktivhaus besteht fast ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Hanf oder Kork. Diese produzieren während Ihres Wachstums Sauerstoff und speichern Kohlenstoffdioxid (CO2).

Aktivhäuser sind absolut luft- und winddicht und zudem mit sehr fortschrittlicher Haustechnik wie Photovoltaikanlagen ausgestattet. Zusammen mit dem Einsatz von Solarthermie für warmes Wasser und einer Anlage zur Wärmerückgewinnung kann das Haus über das Jahr hinweg einen Energieüberschuss erzeugen, der auch noch für zwei Elektroautos reicht. Kritiker bemängeln allerdings, ein „übertechnisiertes“ Plus-Energie-Haus produziere nur im Sommer genügend Strom, der dann auch sofort eingespeist werden müsse. Das Speichern größerer Strommengen ist ja nach wie vor problematisch. Auch das Verhalten der Bewohner müsse sich für solche Aktivhäuser ändern, meinen Experten. Was nützt schließlich ein „denkendes Haus“, wenn ständig die Fenster offen stehen?

zk/ado


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