Einer aktuellen Roland Berger Studie zufolge ergeben sich aus Investitionen in Energieeffizienz-Technologien in Höhe von 23 Mrd. Euro Energieeinsparungen im Wert von mehr als 100 Mrd. Euro. Dieses kleine Rechenbeispiel zeigt: Es lohnt sich aus wirtschaftlicher Sicht auf jeden Fall, auf Energieeffizienz zu setzen.
Im Mittelpunkt der Studie steht die stromintensive Industrie, die von den stetig steigenden Strompreisen besonders betroffen ist. Die Zukunftsprognose ist hier alles andere als rosig: Für die nächsten 20 Jahre wird mit einem Anstieg der Strompreise von bis zu 70 Prozent und einem gleichzeitig wesentlich höheren Stromverbrauch der Industrie gerechnet. Denn der Trend zur strombasierten Produktion und zur Automatisierung von Produktionsabläufen führt zu einem erhöhten Strombedarf.
Zur Bewältigung dieser enormen Herausforderungen hat die Roland Berger Strategieberatung eine Lösung parat: die Investition in Technologien und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Diese senken nicht nur die Energiekosten, sie stimulieren auch Innovationen und Wachstum der Industrieunternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Effizienzsteigerung in stromintensiven Industrien“ der Strategieberatung Roland Berger, die jetzt erschienen ist. Zukunftsvisionen und Handlungsstrategien bis in Jahr 2050 werden hier anhand von vier besonders stromverbrauchenden Industriezweigen entwickelt: Die Grundstoffchemie, die Papier- und Pappe-Industrie, die metallerzeugende Industrie und die Verarbeitung von Steinen und Erden.
Durch gezielte Investitionen könnte die Energieeffizienz in der Papierindustrie zum Beispiel bis zum Jahr 2030 um rund 30 Prozent gesteigert werden; bis 2050 wären sogar 50 Prozent drin. Investiert werden müsse vor allem in effizientere Maschinen und verbesserte Produktionsverfahren. So sind auch Anbieter derartiger Technologien gefragt: Die Energieeffizienz ihrer Produkte wird in Zukunft eine immer entscheidendere Rolle spielen, um am Markt bestehen zu können. Diese Anforderung beflügelt wiederum die Felder Forschung & Entwicklung, führt zu Innovationen und wirtschaftlichem Wachstum und wirkt sich so positiv auf den Arbeitsmarkt aus.
Quelle: Roland Berger Strategy Consult