Energie aus dem Sack

Energie aus dem Sack

Dienstag, 01. Dezember 2015
Neuigkeiten vom Energiemarkt

Während die Energiegewinnung – etwa aus Windkraft – schnelle Fortschritte gemacht hat, bereitet die Speicherung von Energie nach wie vor Probleme. Am Grund des Lake Ontario könnte die Lösung liegen. Vor Toronto hat eine kanadische Firma eine Anlage mit riesigen Säcken unter Wasser in Betrieb genommen.

Die Gebilde, ähnlich den Ballons, mit denen gesunkene Schiffe gehoben werden, sollen Energie speichern. Wird etwa von einem Windpark vor der Küste mehr Energie erzeugt, als momentan gebraucht wird, kann sie in den Unterwasserspeichern quasi zwischengelagert werden.

Im Lake Ontario gibt es eine Anlage mit riesigen Säcken zur Energiespeicherung
Im Lake Ontario gibt es eine Anlage mit riesigen Säcken zur Energiespeicherung

Das Prinzip: Eine Kompressor-Station auf dem Festland presst überschüssige Energie in Form von komprimierter Luft in die Säcke. Besteht Bedarf, so wird die Luft zurück geleitet und treibt dann Turbinen an. Der Druck unter Wasser hilft, die Luft zu komprimieren, ohne dass die Ballons exorbitant belastbar sein müssten. So werden die Kräfte der Natur gleich mehrfach genutzt.  Nach Angaben der Hersteller kostet dieses Verfahren weniger als die Hälfte der zurzeit verfügbaren effektivsten Großbatterien.

Der Pilotversuch hat begonnen – ob die „Energie aus dem Sack“ hält, was sich die Entwickler davon versprechen, muss sich zeigen: So ist die Frage nach dem Energieverlust noch offen.

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