EEG fördert erneuerbare Energien

Montag, 28. Februar 2011
Wichtige Energiegesetze

EEG ist die Abkürzung für das deutsche „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“, kurz Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Deutschland braucht Energie. Um unseren hohen Lebensstandard zu gewährleisten, muss sichere, saubere und bezahlbare Energie für alle zur Verfügung stehen. Die Bundesregierung setzt dabei seit Jahren auf einen Mix, bei dem die Anteile von Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken zurückgefahren und Erneuerbare Energien gezielt gefördert werden.

300 Prozent Wachstum

Es gibt gute Argumente für jede dieser Technologien – aber auch gegen sie. So ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien gegenwärtig noch mit hohen Kosten verbunden, gleichzeitig liegen die Vorteile auf der Hand: Deutschland wird unabhängiger von Rohstoffimporten aus den Krisenregionen der Welt. Und mit einer Zuwachsrate von mehr als 300 Prozent in zehn Jahren spielt die Erneuerbaren-Energien-Branche auch längst eine gewichtige Rolle für die deutsche Wirtschaft. So setzten die Unternehmen der Branche im Jahr 2009 bereits 34 Milliarden Euro um. Sie sichern aktuell 340.000 Jobs in Deutschland.

Brennstoffkosten einsparen

rneuerbare Energien schaffen aber nicht nur Arbeitsplätze und schonen das Klima, sondern auf mittlere und lange Sicht auch den Geldbeutel der privaten Haushalte. Sie können sich gegen die Preispolitik der Öl- und Gaskartelle absichern und, beispielsweise durch entsprechende Heizungen, Brennstoffkosten einsparen. Nicht zuletzt sorgen Erneuerbare Energien für gesunden Wettbewerb: Rund 80 Prozent der deutschen Stromproduktion ist immer noch in der Hand von vier großen Energiekonzernen. Es gilt die einfache Regel: Wenig Wettbewerb = hoher Strompreis, mehr Wettbewerb = niedrigerer Strompreis.

EEG als Exportschlager

Das sind gute Argumente für das deutsche „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“, kurz Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das EEG selbst ist bereits zum Exportschlager geworden: Schon 47 Staaten haben es sich zum Vorbild genommen.

Gemäß dem EEG bekommen die Betreiber von Photovoltaikanlagen oder Windparks für eine begrenzte Zeit für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom Vergütungen, die deutlich über dem Marktpreis liegen. Weil die – gerade in Deutschland besonders ausgeprägte – positive Einstellung zum Umweltschutz allein nicht reicht, wird die Differenz zum Marktpreis auf alle Stromkunden umgelegt. So trägt jeder zum Ausbau von Sonnen-, Wasser-, Wind- und Biomasseenergie bei.

Diese Förderung ist ein Erfolgsmodell, doch mit der schnell wachsenden Zahl neuer Photovoltaik- und Windkraftanlagen nimmt auch der Anteil hoch vergüteter Energie im Strom-Mix zu. Dadurch entstehen zunächst höhere Kosten. Zurzeit beträgt die Umlage 3,53 Cent. Bei einem durchschnittlichen Haushalt sind das monatlich rund vier Euro mehr – für saubere und sichere Energie.


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