CO2-Ausstoß erreicht Rekordhoch

CO2-Ausstoß erreicht Rekordhoch

Freitag, 14. Juni 2013
Neuigkeiten vom Energiemarkt

Der Ausstoß an Kohlenstoffdioxid (CO2) war noch nie so hoch wie im Jahr 2012, so ein aktueller Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA). Doch eine Kehrtwende ist möglich: Durch deutliches Umdenken im Energiesektor, der für rund zwei Drittel der klimaschädlichen Emissionen verantwortlich ist.

Erderwärmung um 4 Grad bis 2100 zu erwarten

Insgesamt 31,6 Gigatonnen CO2 seien im vergangenen Jahr in die Atmosphäre gelangt – 1,4 Prozent mehr als 2011. Diese Zahlen wurden Anfang der Woche von der Internationalen Energieagentur in London veröffentlicht. Besorgniserregende Neuigkeiten – insbesondere vor dem Hintergrund des 2-Grad-Ziels der internationalen Klimapolitik.

„Wir sind dabei, unser Ziel einer Erderwärmung von nicht mehr als zwei Grad Celsius aus den Augen zu verlieren“, sagte IEA-Chefökonom Fatih Birol. Gebe es kein Umdenken, steuere die Welt auf eine Erwärmung um etwa vier Grad Celsius bis 2100 zu. „Der Bericht zeigt, dass der Pfad, auf dem wir uns momentan bewegen, zu einer Klimaerwärmung von 3,6 bis zu 5,3 Grad Celcius führt“, warnte IEA-Chefin Maria van der Hoeven.

Energiesektor: Effizienz-Maßnahmen und politisches Umdenken

Eine Kehrtwende sei nach Einschätzung der IEA noch zu schaffen – wenn es gelingt, die Emissionen im Energiesektor deutlich zu senken. Dazu seien aber umfangreiche Maßnahmen und politisches Umdenken nötig, u.a. müsste der Neubau von Kohlekraftwerken begrenzt und die Subventionen für fossile Brennstoffe zurückgefahren werden.

Auch müssten im Gebäudebereich und in der Industrie mehr Energie-Effizenz-Maßnahmen ergriffen werden, weiterhin dürften die Öl- und Gaskonzerne kein unnötiges Methan mehr freisetzen. „Das alles ist möglich mit bereits existierenden Technologien und mit Maßnahmen, die in einzelnen Ländern bereits greifen“, sagt Fatih Birol.

Überraschend positiver Trend in China und den USA

Aus China und den USA gebe es ermutigende Signale: In den Vereinigten Staaten habe ein Wechsel von der Energiegewinnung aus Kohle zu Gas dazu geführt, dass die Emissionen auf das Niveau von Mitte der neunziger Jahre zurückgegangen sind. In China sei der CO2-Ausstoß zumindest weniger stark angestiegen als in den Jahren zuvor.

Steigende Emissionen in Europa wegen günstiger Kohle

Europa jedoch gebe Anlass zu verstärkter Sorge, sagte Birol. Deutschland hat dem Bericht zufolge seinen Kohlendioxid-Ausstoß 2012 um 2,2 Prozent erhöht, Großbritannien sogar um 4,5 Prozent. Grund seien vor allem niedrige Preise für Kohle. Insgesamt waren die Emissionen in Europa 2012 zwar wegen der Wirtschaftskrise um 1,4 Prozent niedriger als im Vorjahr, gleichzeitig seien aber die Investitionen in erneuerbare Energien zurückgegangen.


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