Bitcoin und Co: virtuelle Währungen brauchen echte Energie

Wie Bitcoin & Co den Stromverbrauch ankurbeln – und damit womöglich auch den Ausbau erneuerbarer Energien

Kryptowährungen existieren nur virtuell, gleichwohl verschlingt ihre Herstellung bzw. Bereitstellung viel Energie. Laut Handelsblatt könnten die Computer, die weltweit am so genannten Bitcoin-Mining beteiligt sind, bald so viel Strom verbrauchen wie das Land Argentinien.

Erst seit rund 10 Jahren existiert das Konzept von Bitcoin. Bitcoins sind virtuelle Geldeinheiten, die von einem Netz aus Rechnern über das Internet verwaltet werden. Kurios: Ob der Entwurf von einem einzelnen Tüftler mit Pseudonym oder einer anonymen Gruppe stammt, ist  bis heute ungeklärt. Bereits 1998 kursierte die Idee einer kryptographischen Währung, einem „b-money“ oder „bit gold“.

Bitcoins – eine Erfolgsgeschichte mit wachsendem Energie-Bedarf

Das auch Schürfen genannte Produzieren digitaler Währungen erfordert einer Studie zufolge in diesem Jahr möglicherweise um die 140 Terawattstunden. Wem das nichts sagt: Das entspricht immerhin rund 0,6 % des weltweit benötigten Stromes. Die Autoren der Studie sehen darin große Chancen für Unternehmen, die mit Wind- oder Solar-Energie handeln oder Verfahren zur Stromspeicherung bereitstellen.

In Kanada sollen die Produzenten der Kryptowährungen bereits den Ausbau des Stromnetzes finanzieren:  Kanadas größter Stromversorger verhandelt mit 30 Produzenten, deren Energie-Bedarf aus den Überschüssen der regionalen Staudämme bestritten werden könnte.